Weltweit wird der unverschlüsselte E-Mail Verkehr systematisch gescannt. Führend ist die NSA mit Echelon, das auch zur Industriespionage sowie zum Abhören von NGOs verwendet wird. Frankreich betreibt ein ähnliches System unter dem Namen "French ECHELON". Das russische Pendant zur NSA ist der SSSI (früher FAPSI). Der schwedische Geheimdienst FRA und das Schweizer Onyx Projekt nutzen Supercomputer zur Verarbeitung der abgeschnorchelten Daten­mengen. Für Saudi Arabien, Syrien, Iran und Ägypten wurden entsprechende Aktivitäten nach­gewiesen und die "Great Firewall" von China verfügt ebenfalls über die nötigen Features.

In Deutschland wird der E-Mail Verkehr im Rahmen der "Strategischen Fernmeldeaufklärung" von den Geheimdiensten gescannt. Eine von der G-10 Kommision des Bundestages frei­gegebene Stichwortliste mit 16.400 Begriffen (Stand 2010) wird für die automatisierte Vor­auswahl verwendet, um nach Waffenhandel, Prolieferation und Terroristen zu suchen. Im Jahr 2010 meldeten die Scanner 37 Mio. E-Mails als verdächtig. 2011 hat der BND es geschafft, die automatisierten Scanner mit einem Spamfilter zu kombinieren, so dass "nur noch" 2,1 Mio. E-Mails als verdächtig gemeldet und kopiert wurden.

Mit dem Verschlüsseln von E-Mails wird die Vertraulichkeit der Kommunikation gewährleistet. Eine Nachricht kann nur vom Empfänger geöffnet und gelesen werden. OpenPGP und S/MIME sind zwei etablierte Standards für diese Aufgabe.

Asymmetrischen Verschlüsselung

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